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Wandel à la Ruhrpott 
Industriestädte in Nordost-China
Datum: 21.Jul. 2009    
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Schlagworte: Station Shenyang    Strukturwandel    Ruhrgebiet    
 
Alte im Arbeiterviertel

Der pensionierten Arbeiterin, die sich als Frau He vorstellt, geht der Wandel zu schnell, wie dies auch sonst von vielen Rentnern berichtet wird. In ihrem Zimmer im Shenyanger Arbeiterviertel San Taizi steht eine Mao-Büste einer Plastikpuppe mit markierten Akupunkturpunkten gegenüber. "Die 50er Jahre waren die beste Zeit," sagt die 75-Jährige. Sie arbeitete in der Shenfei-Flugzeugfabrik an einer Stanze. Die Arbeiter wurden in dem damals neuen Viertel kaserniert. Heute ist es offen, aber heruntergekommen. Überwiegend leben Alte hier. Laut He drohe dem Viertel der Abriss. Zwischen den dreistöckigen Blocks wächst wildes Grün, gibt es kleine Gärten. Rentner hocken vor den Häusern und schwatzen. Eine ruhige Idylle in der hektischen Stadt.

Doch die Renovierung alter Viertel jenseits repräsentativer Kolonialbauten oder historischer Tempel ist bei der Kahlschlagmodernsierung des Nordostens nicht geplant. Immerhin soll auf dem bisherigen NHI-Gelände bald ein Museum an die "alten Tage" erinnern. Und schon heute werden am Rande des Tagebau West in Fushun alte Bergbaufahrzeuge ausgestellt.

(Quelle: taz.de)

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