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von Michael Schaefer, deutscher Botschafter in China
Die bisher größte deutsche Veranstaltungsreihe im Ausland, „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ (DuC), soll die deutsch-chinesische Zusammenarbeit und unser gegenseitiges Vertrauen fördern. Unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und Staatspräsident Hu Jintao präsentiert sich Deutschland seit 2007 und bis 2010 in den neuen regionalen Metropolen Chinas als innovatives, kreatives, zukunftsorientiertes Land und als effizienter Partner Chinas in Zukunftsbereichen.
Festes Fundament der Freundschaft Unsere in 36 Jahren gewachsenen Beziehungen ruhen auf einem festen Fundament der Freundschaft, des gegenseitigen Respekts, der Achtung voreinander und der Gleichberechtigung. Wir sind füreinander die wichtigsten Handelspartner in Europa und Asien. In unsere Wissenschaftskooperation sind Hunderte von Universitäten eingebunden. Die kulturellen Beziehungen zwischen unseren Ländern werden immer enger. Zukünftig gilt es, die großen globalen Herausforderungen, vor denen die deutsche wie die chinesische Gesellschaft stehen – Klimawandel, Energiesicherheit, internationale Sicherheit –, gemeinsam zu meistern. Im Mittelpunkt von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“, kurz DuC, steht daher die nachhaltige Urbanisierung, die für China eine große Herausforderung in den kommenden Jahren sein wird.
DuC geht weit über das herkömmliche Konzept eines Kulturjahres hinaus. DuC verfolgt einen integrierten Ansatz. Neben einem umfassenden Kulturprogramm gehören Veranstaltungen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung, Technologie und Umweltschutz sowie Gesellschaft und Lifestyle zu jeder DuC-Station. Wir wollen in den jeweils sechs Wochen jeder Station kein kurzfristiges „Feuerwerk“ veranstalten, sondern die Basis für langfristige Kooperationen in möglichst vielen neuen Bereichen schaffen. Bewusst haben wir uns nicht nur für die großen Metropolen Peking und Shanghai, sondern vor allem für die aufstrebenden Provinz städte Chinas als Ausrichtungsorte von DuC entschieden: Nanjing im Osten, Chongqing im Westen, Kanton im Süden, Shenyang im Nordosten und Wuhan in Zentralchina. Die Auftaktveranstaltung von DuC im Herbst 2007 in Nanjing eröffneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Wen Jiabao. Hochrangige Besuche bei allen Stationen haben seither die Bedeutung, die beide Regierungen dem Projekt beimessen, eindrucksvoll unterstrichen.
Solidarität demonstriert Die zweite DuC-Station Chongqing im Mai 2008 stand ganz im Zeichen des verheerenden Erdbebens, das bereits drei Tage nach Eröffnung die Region Sichuan erschütterte. Im Lichte der Katastrophe in der Nachbarprovinz wurde natürlich das abendliche Musikprogramm dieser DuC-Station abgebrochen. Stattdessen haben wir zusammen mit der Stadt Chongqing die Bühne von DuC noch einmal für ein Benefizkonzert zugunsten der Angehörigen der Erdbebenopfer genutzt. An diesem Abend haben Bundesregierung, deutsche Unternehmen sowie unzählige private chinesische Geber die beeindruckende Summe von zehn Millionen Euro gespendet. DuC hat damit eindrucksvoll bewiesen, dass Deutschland gerade in Zeiten der Not ein verlässlicher Partner Chinas ist. Diese spontan ins Leben gerufene Spendenaktion hat das Deutschlandbild in Chongqing und weit darüber hinaus nachhaltig positiv beeinflusst.
In diesem Jahr macht DuC in Shenyang und in Wuhan Station. Auch hier stellen deutsche Unternehmen ihre Visionen für die Lösung drängender Probleme der Urbanisierung vor. Wir orientieren uns dabei eng an den besonderen Interessen unserer chinesischen Partner. Deutsche und chinesische Wissenschaftler beraten über die für die jeweilige Region prioritären Konzepte von Stadtentwicklung, Energieeffizienz und Umweltschutz. Und deutsche Institutionen suchen nach neuen Wegen der Zusammenarbeit mit ihren chinesischen Partnern in der beruflichen Bildung. In Shenyang geht es auch um Fragen der ökologischen Industriereform, in Wuhan um drängende Probleme der Wasserreinheit und -speicherung.
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